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Großmeister lud Schwarzgurte zum Training


Großmeister Kwak Kum Sik (9.Dan) lud die Schwarzgurte der Region ein um mit ihnen über die Hintergründe des Taekwondo zu sprechen. Sowie mit ihnen Formen (Poomse) und Selbstverteidigung zu trainieren. Den Bühler Olymp vertraten dabei die Schwarzgurte Torsten Berweiler und Daniele Russo. Die Philosophie des Taekwondo ist ein wichtiger Bestandteil des Taekwondo welche viel zu selten erwähnt wird. Meist steht der physische Aspekt, die körperliche Betätigung zur Erhaltung der Fitness im Vordergrund. Taekwondo zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus. Durch die Kombination mehrerer Bereiche, z.B. spektakuläre gedrehte und gesprungene Tritttechniken, komplizierte Bewegungsabläufe der Formen (Poomse), effektive Selbstverteidigungstechniken und der direkte Kampf (Leichtkontakt und Vollkontakt) zeichnet sich diese Sportart aus. Sie wird somit einzigartig unter den mittlerweile unzähligen Kampfsportarten. Und doch ist es die Philosophie des Taekwondo die alles vereint und den Mittelpunkt des Taekwondo bildet. Werte wie Respekt, Höflichkeit, Disziplin, Selbstbeherrschung, Bescheidenheit, Beharrlichkeit um nur einige zu nennen, werden im Taekwondo ebenso gelehrt wie alle Hand- und Fußtechniken. Die Beharrlichkeit im Taekwondo zeigt sich in den vielen Jahren des Trainings bis man die gesteckten Ziele erreichen kann. Zum Erreichen des 1. Dans sind viele Jahre des Trainings und einige Prüfungen notwendig, zum erreichen weiterer Dan-Grade sind sogar bestimmte Wartezeiten vorgeschrieben. Somit ist Taekwondo ein lebenslanger Prozess des Lernens. Viele dieser Grundwerte sind auf das Alltagsleben übertragbar, gerade in unserer schnelllebigen Zeit in der das Maß von Egoismus, Oberflächlichkeit und Gewaltbereitschaft zunimmt. Herr Kwak gab in seinem Vortrag persönliche Einblicke in sein Leben und seine Erfahrungen und sparte nicht mit nützlichen asiatischen Weisheiten. So gab er als kleine Eselsbrücke für den Alltagsgebrauch die vier “L“ an: 1. Lachen, 2. Lieben, 3. Laufen (Sport), 4. Lebensmittel (gesunde Ernährung). Des weiteren erläuterte er kurz die Entstehung des Taekwondo und die Beziehung zu den asiatischen Grundwerten. Im weiteren praktischen Teil des Workshop wurden nach einer kurzen Aufwärmphase die Poomse (Formen) geübt. Im Anschluss wurden verschiedene Selbstverteidigungstechniken trainiert. Abwehr von Haltegriffen sowie das Befreien aus einem Würgeangriff mit einem Seil wurden von Herrn Kwak anschaulich erklärt. Ebenso wurden Abwehrtechniken gegen Angriffe mit einem Messer und einem Stock trainiert. Als krönenden Abschluss lud Herr Kwak alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen hervorragendem koreanischen Essen und gemütlichen Beisammensein ein, bei dem man sich weiter mit der Welt des Taekwondo auseinander setzen konnte.